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- Dienstag, den 13 November 2018

Man mag Pécs und das hochwertige Medizinstudium

In diesem akademischen Jahr studieren bereits mehr als 4000 ausländische Studierende an der Universität Pécs. Sowohl aus näheren als auch aus fernen Ländern sind sie gekommen und das Gemeinsame in ihnen ist, dass die sowohl die Stadt als auch die universitäre Ausbildung höchster Qualität mögen. Wir haben uns mit Spreeha Thapa aus Nepal, Studentin im dritten Jahrgang an der Medizinischen Fakultät, und mit Medizinstudenten Joseph Jolayemi (5. Jahrgang), der aus Süd-- Afrika stammt, jedoch in Irland lebt, darüber unterhalten, warum sie das Medizinstudium in Pécs gewählt haben, und was sie an der Universität und in der Stadt mögen.

 

- Warum haben Sie das Medizinstudium in Pécs gewählt?

JOSEPH: Ich habe an einem „Tag der offenen Tür“ in Irland teilgenommen, wo ich nur noch so viel gewusst habe, dass ich Arzt sein möchte. Ein Freund von mir hat erzählt, dass es da auch aus Ungarn ein Paar Universitäten gekommen sind, also bin ich zu ihnen gegangen und habe mich mit ihnen unterhalten. Danach habe ich ein wenig geforscht ob ich nach Budapest oder Pécs gehen soll, beziehungsweise eventuell in die Slowakei oder nach Polen, aber ich fand Pécs am preiswertesten in Bezug auf das Ausbildungsniveau und auch weil das hier erworbene Diplom an vielen Orten der Welt anerkannt wird. In Irland gibt es eine zu hohe Anzahl an Bewerbern um das Medizinstudium und da ich in meinen jungen Jahren das Lernen einfach nicht ernst genommen habe, wurde ich dort nicht zugelassen. Hier in Pécs aber schon.

SPREEHA: In Nepal habe ich das Medizinstudium auch probiert, aber dort gibt es eine überaus hohe Anzahl an Bewerbern. Ich hatte aber einen Freund, der mir gesagt hat, dass der Erwerb des Diploms hier genauso lange dauern würde und das Ausbildungssystem auch ähnlich ist, fand ich es also hier sympathisch. Davor habe ich übrigens nicht viel über Ungarn oder über Pécs gehört. So viel habe ich nur gesehen, dass Pécs sehr schön ist, und auch nicht zu groß, was mich gefreut hat, weil ich so einen Ort am optimalsten zum Studieren finde. Es war eine plötzliche Idee, meine Eltern brauchten Zeit, um es zu bearbeiten, dass ich nach Ungarn zum Studieren gekommen bin.

- Warum haben Sie sich für das Medizinstudium entschieden?

SPREEHA: Im Gymnasium habe ich an vielen wissenschaftlichen Kursen teilgenommen, deshalb habe ich mich für die Medizinische Fakultät entschieden.

JOSEPH: Mein Vater ist Arzt, meine Mutter Krankenschwester. Ich bin so aufgewachsen, dass ich viel Zeit in Krankenhäusern mit ihnen verbracht habe. Ich mag Menschen helfen, beziehungsweise der Arztberuf bedeutet stabiles Einkommen. Diese Sicherheit ist überaus wichtig für mich, und ich kann das tun, was ich liebe.

- Ist das Studium schwer?

JOSEPH: Die Durchfallquote an medizinischen Fakultäten ist generell hoch. Die Lösung ist das Lernen. Die Angst vor dem Durchfallen ist präsent, aber es motiviert einen vorwärts.

SPREEHA: Die ersten zwei Jahren sind sehr hart. Danach lernt man wie man lernen muss und es wird einfacher, man ist nicht mehr so gestresst. Später sind die Lehrkräfte als wären sie unsere Kollegen. Prüfungsstress wird niedriger, und wichtiger wird es sein, das Gelernte in die Praxis umzusetzen, es zu verstehen und anwenden zu können.

JOSEPH: ich finde die Ausbildung an dieser Universität hervorragend. Wir erhalten Informationen erster Hand von Experten. Wir erhalten solches Wissen, was wir auch anwenden können. Wenn wir zum Beispiel einen chirurgischen Eingriff ausführen möchten, müssen wir nur bitten, und wir bekommen Hilfe. Auch mit Erasmus kommen viele Studierende, um an solchem praxisorientierten Unterricht teilzunehmen und viele Erfahrungen zu sammeln.

- Wo werden Sie mit dem erworbenen Diplom arbeiten?

SPREEHA: Ich plane in den USA zu arbeiten, aber ich habe nachgelesen und es ist ziemlich schwer, dort als Junior-Chirurgin einen Job zu bekommen, deshalb schaue ich auch nach Möglichkeiten in europäischen Ländern.

JOSEPH: Ich kehre nach Irland zurück, zu Hause möchte ich arbeiten. Ich habe solche Freunde und Kollegen, die ihr Diplom auch hier erhalten haben und bereits in Irland arbeiten.

- Wie gefällt Ihnen Pécs?

SPREEHA: Ich finde Pécs sehr schön. Es ist sehr ruhig, man kann aber vieles tun, Budapest ist auch nicht weit weg. Dank der Uni ist Pécs international mit vielen Studierenden aus vielen Ländern. Die Internationalität hilf auch dabei, mit anderen gut auskommen zu können.

JOSEPH: Pécs ist wunderschön, billig, klein, ruhig, im Vergleich zu Budapest, das hektisch und teuer ist. Meine Mutter war öfters hier, genau vor zwei Tagen hat sie ihr Flugticket für April gebucht. Sie kommt für zwei Wochen. Sie liebt es hier, es bedeutet ein toller Urlaub für sie, die Landschaft ist so schön, wie nirgendwo anders.

Quelle:

pecsma.hu

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