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Sonstige Nachrichten - Montag, den 3 Juni 2019

„Das Ganze ist immer noch nicht zu glauben.”

Interview mit Jason Sparks, Studierende im fünften Jahrgang an unserer Fakultät, der Gewinner des Auswahlverfahrens des ungarischen UN-Gesandten für Jugend

Jason Sparks hat an einem Auswahlverfahren der Bewerbung des ungarischen UN-Gesandten für Jugend in drei Runden teilgenommen, und untern den Bewerbern scheint er der Erfolgreichste gewesen zu sein. Die Entscheidungskommission hat mit eindeutiger Mehrheit für Jason Sparks abgestimmt. Er erfüllt bis September eine Lehrlingsposition und leistet ein Pflichtpraktikum im Ministerium für Außenhandel und Auswärtige Angelegenheiten, bzw. im Ministerium für Human Resources, dann nimmt den Platz des jetzigen Gesandten offiziell in September ein. Er hat mit großem Enthusiasmus über seinen künftigen Aufgaben und Herausforderungen erzählt, obwohl er immer noch nicht glauben kann, dass er der Ausgewählte ist.

 

Verfasst von Rita Schweier

 

- Ihre Muttersprache ist ungarisch, aber Ihr Name nicht. Wie kommt es also?

- / er lächelt – die Verfasserin. / Ich bin in den USA geboren, aber meine Mutter ist Ungarisch. Als sie Heimweh hatte, sind wir nach Hause, nach Szekszárd gezogen. Den Kindergarten habe ich bereits hier angefangen.  

- Warum haben Sie sich um die UN Bewerbung beworben?

- Ich habe die Bewerbung zufällig gefunden und ich dachte, ich versuche es. ich bin ein offener Mensch, ich liebe Neuigkeiten. In der Grundschule hatte ich einen sehr guten Geographielehrer, er hat mich gelehrt, Geographie zu lieben und global zu denken. Schon damals haben wir an vielen geographischen Wettbewerben teilgenommen, daraus entstand mein Interesse an UN. Als ich an dem UN-Wettbewerb teilgenommen habe, habe ich damit nicht gerechnet, dass ich nach der drei Auswahlrunden ausgewählt würde, ich war sehr überrascht.  

- Die Offenheit selbst bringt nicht jeden zu UN.

- / er lächelt – die Verfasserin. / Stimmt, aber ich liebe die Herausforderungen und die Wettbewerbssituationen, ich mag aus meiner Komfortzone rauszutreten und diese war eine perfekte Möglichkeit, völlig neue Gebiete kennenzulernen. Es war auch vom Vorteil, dass ich Auslandsgeschehnisse ständig folge, ich habe öfters an internationalen Austauschprogrammen teilgenommen und nehme immer noch teil. Ich finde es interessant wie die Nationen – trotz verschiedener wirtschaftlichen, kulturellen und anderwärtigen Unterschiede – kooperieren können und der UN-Struktur bzgl. nachhaltiger Entwicklung folgen. Die Diversität der entwickelten und entwickelnden Länder und wie sie mit diesen Zielen identifizieren ziehen mich an sich.

- Ihre Aufgabe ist edel und die Verantwortung ist groß. Wie bereiten Sie sich darauf vor?

- Schritt für Schritt, die Einführungsphase, die im April angefangen hat und bis September dauert, hilft auch. Die jetzige Gesandte, Ágnes Szuda hilft mir auch beim Einlernen.  

- Warum ist es so unglaublich, dass Sie gewonnen haben?

- Weil ich als Medizinstudent aus einem völlig anderen Gebiet komme, als meine Wettbewerbpartner, die internationale Studien machen, die sich mit Themen der Außenhandel beschäftigen. meine Sicht bzgl. einiger Themen war auch unterschiedlich, vielleicht genauso das war so interessant.

- Wie wurde die Sicht eines Medizinstudenten in den Antworten der Fragen der verschiedenen Runden sichtbar?

-  Eine Frage hat sich darauf gerichtet, welche Programme ich als Jugendgesandter hervorheben würde und wie ich sie gestalten würde. Ich habe drei Ziele genannt: Popularisierung der Immunisierung/Impfung – da es heutzutage viele Gegenkampagne gibt – Verbreitung der präventiven Bildung – die wir auch im Verein der Medizinstudenten in Pécs ausführen – und der Kamp gegen Klimaveränderung.

- Welche aus den drei Runden war die schwierigste?

- Die Entscheidungsrunde, wo wir zwei im Voraus erteilte Aufgabe hatten, worauf wir uns vorbereiten konnten, aber es waren auch Überraschungsaufgaben. Bei der einen Aufgabe mussten wir uns vorstellen, an der UN Hauptversammlung waren, wo wir eine fünfminütige Rede über ein für uns wichtiges Anliegen halten müssen. Ich dachte, es wäre gut, meine Persönlichkeit mitspielen zu lassen, also habe ich die Rede um eine Präventionslinie gebaut.  Ich habe über die primäre, sekundäre und tertiäre Prävention gesprochen, ich habe die Gesundheit als wichtigste Faktor in unserem Leben hervorgehoben, da es ohne sie unser Leben nicht erfüllt und vollständig ist. Diese Präventionslinie habe ich auch auf die Erde als Symbol gezogen. Die Klimaveränderung ist in der sekundären Phase, da es ein der wichtigsten Probleme der Welt sei, habe ich erläutert. Diese war auf Englisch. Die andere Aufgabe lief auf Ungarisch, wo wie in fünf Minuten eine Präsentation zusammenstellen mussten, um unseren Programmplan vorzustellen.

- Haben Sie einander zugehört? Worüber haben die anderen gesprochen?

- Ja, wie haben gehört, was die anderen gesagt haben, sie haben aber eher über die Rolle der Jugend, und über die Stimme der Jugend in der Öffentlichkeit gesprochen.

- Neben dem Inhalt war es auch wichtig, wer wie vorgetragen hat?

- Ich glaube schon, sie haben vor allem darauf Acht gegeben, wie man Stresssituationen überwinden kann. ich denke, jeder war sehr gut und fest entschlossen.

- Wie konnten Sie Ihre Aufregung wegstecken?

- Meine wissenschaftliche studentische Arbeit habe ich damals im Institut für Anatomie geleistet, ich habe an vielen Konferenzen teilgenommen, und ich halte den Mittelschülern Biologiestunden in den sog. TM Lagern und in den TM Vorbereitungsstunden. All dies hat mir Erfahrung und Rutine beim Vortraghalten geschaffen.

- Waren Ihre Präsentation und Ihr Programmplan auch erfolgreich?

- Ja, sie waren einfacher, da sie auf Ungarisch waren und mir steht sowas auch näher, da ich bereits viele PPT Präsentationen gehalten habe.

- Erzählen Sie bitte auch über die ersten zwei Runden!

- In der ersten Runde der Bewerbung mussten wir auf englische und ungarische Fragen antworten und einen Lebenslauf beifügen. Danach habe ich eine E-Mail erhalten, wo ich benachrichtigt worden bin, dass ich in die zweite Runde gelangt bin, wo insgesamt 13 Menschen eingeladen worden sind. Hier mussten wir- - wie beim Ping-Pong – auf Fragen bzgl. globaler Kenntnisse antworten, auf Ungarisch, dann Englisch, und dann wieder auf Ungarisch. Schließlich sind dann sechs bewerbe ins Finale gekommen.

- Wer waren in der Entscheidungskommission?

- Die jetzige Gesandte und die Experten des Ministeriums für Außenhandel und des für Human Resources.  

- Wann werden Ihre Praktika anfangen?  

- Im Juni fange ich im Ministerium der Human Resources and, dann am Anfang September im Ministerium für Außenhandel. Inzwischen fahre ich auch nach Spanien, um mein Tauschpraktikum in Innerer Medizin abzuleisten.  

- Und im Oktober dann ab nach New York.

- Ja, dort werde ich die ungarische Jugend an verschiedenen Besprechungen und Vorlesungen vertreten. Wenn es Begleitveranstaltungen geben wird, werde ich auch an denen Teilnehmen, bzw. wir können mit meinen ausländischen Partnern sowas auch organisieren. Die fünftminütigen Pflichtreden sind für jeden Gesandten obligatorisch, also ich kann dort live ausprobieren, was ich hier zu Hause bereits geübt habe. Der Auftrag gilt für ein ganzes Jahr.

- Können Sie mit Ihren Studien nebenbei fortfahren?

- Ja, weil ich nur dann im Ausland sein muss, wenn es Programme gibt. Was jetzt schon sicher ist, dass ich einmal im Oktober und einmal im April in New York sein muss, und bald vom 2. bis zum 4. Juni nach Berlin fahren werde. Dort gibt es eine Veranstaltung, die von der jetzigen Gesandten organsiert worden ist. Ihr schließe ich mich an. Bisher habe ich so viel erfahren, die weiteren können dann später kommen, ich bin schon gespannt. Ich bin sehr dankbar, dass ich das Vertrauen gewonnen habe, für mich ist es immer noch unglaublich.

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