„Hinter den Ergebnissen steckt seriöses Teamwork”

11 November 2019

Im vergangenen Jahr veränderte sich vieles an unserer Fakultät, was im Zusammenhang mit dem Wohlbefinden unserer Studierenden und Mitarbeiter steht. Darüber hinaus berichtete Professor Tamás Tényi, Prodekan für Allgemeines, studentische Fürsorge und internationale Beziehungen, auch über Neuigkeiten und Fortschritte im Bereich der internationalen Beziehungen in seiner Jahresbewertung. Er würdigte auch die Tätigkeit jener fast hundert Mitarbeiter, die dazu beigetragen haben, sich in mehreren Bereichen zu entwickeln, oder die für ihre Vorstellungen neue Wege bestimmt haben.

 

Verfasst von Rita Schweier

 

- Viele Bereiche gehören zu Ihrem Arbeitsbereich, davon eins ist der Gesundheitspsychologischer Konsultationsdienst, dessen Effektivität in den letzten Jahren nicht zu bezweifeln ist. Gibt es neue Vorstellungen in diesem Bereich?

- Die Tätigkeiten des Dienstes reichen wirklich für lange Jahre zurück und alle Feedback sind positiv diesbezüglich. Seine Koordination und professionelle Aufsicht habe ich als Aufgabe von unserem vorigen Dekan, Dr. Attila Miseta in seinem zweiten Zyklus erhalten. Mit Dr. József Varga, dem Leiter des Dienstes habe ich – auch wegen unserer langjährigen Bekanntschaft – eine sehr gute professionelle Beziehung aufgebaut. Im Jahr 2014 haben wir es geschafft, genaues Profil und die genauen Kompetenzen des Dienstes zu bestimmen, so können wir heute exakt sehen, in welchen Fällen der Dienst helfen kann, und wann wir die Hilfe anderer Versorgungsstellen brauchen. Dies gibt den Mitarbeitern des Dienstes und auch uns in der Klinik für Psychiatrie große Sicherheit. Neben den traditionellen individuellen, professionellen Konsultationen sind auch viele neue gruppentechnische Elemente in der Arbeit des Gesundheitspsychologischen Konsultationsdienstes in den letzten Jahren erschienen, wie zum Beispiel kurze Stressbehandlungsmethoden oder lerntechnische Kurse. Das Erscheinungsbild dieser auf der Webseite und in den sozialen Medien wird auch immer vielfältiger und farbenfroher.

- Nehmen auch die Mitarbeiter der Fakultät die Hilfe des Dienstes in Anspruch, oder ist es eher für die Studierende charakteristisch?

- Wir haben mehr Studierende, aber manchmal kommen auch die Mitarbeiter der Fakultät. In größter Zahl sind die ungarischen Studierende, gefolgt von den englischen und am wenigsten die deutschen Studierende.  

- Können die Probleme, mit denen der Dienst aufgesucht wird, in Gruppen geteilt werden?

- Die ausländischen Studierende kämpfen oft mit Integrationsschwierigkeiten wegen der großen kulturellen Änderung und sie erleben die Zeit des Erwachsenwerdens auch schwer, wie auch die ungarischen Studierenden. Die Ablösung von den Eltern, die Aspekte des Privatlebens und der Partnerschaften bedeuten auch Probleme. Die Belastung wegen der veränderten Lernumfang- und Charakteristika bringt auch Schwierigkeiten mit sich, da sie auf andere Anforderungen treffen, als diejenige, an denen sie im Gymnasium gewohnt waren. Um Hindernisse zu bekämpfen kann es nötig sein, neue lerntechnische Methoden zu erlernen. Also der Problemenkreis ist sehr breit, den die Psychiater, die Psychologen und die Konsulenten des Dienstes behandeln müssen. Die erwähnten neuen Kurse bringen keine auf bestimmte Probleme fokussierten Lösungen, sondern sie bieten Lösungsmöglichkeiten im übertragenen Sinne an. Diese sind auch für die Mitarbeiter des Dekanats zugänglich und sie scheinen nützlich zu sein. 

- Sie legen großen Wert auf Drogenprävention.

- Bereits in meinem ersten Zyklus als Prodekan habe ich die Probleme des Drogenkonsums und dessen Wirkung auf Lernen und Integration erkannt. Die Behandlung und die Prävention dieser Problematik haben wir in organisierter Form letztes Jahr angefangen. Wir haben eine Kooperation mit den Kollegen der Drogenambulanz von Pécs, mit der Studentischen Selbstverwaltung, mit EGSC, mit Psychiatern und Psychologen gemeinsam initiiert. Drogenkonsum kann an Universitätsveranstaltungen – wie der Storchenball oder der International Evening – oder auch an externen Programmen detektiert werden. Wir sehen was in Ungarn und in der Welt abläuft, wir dürfen also nicht naiv und allzu optimistisch bleiben, wir müssen auf Prävention einen großen Wert legen. Als Teil dieser haben wir Flyers an den Fakultäten der Universität und auch an externen Orten gelegt. Wir vertrauen darauf, dass mit Hilfe der HÖK und EGSC eine unterstützende Aktivität unter den Studierenden erscheinen wird. Die Erfahrungen zeigen, dass die unterstützende Tätigkeit der Mitstudierenden sehr wirkungsvoll ist.

- Das Programm „Frühstück für Radfahrer“ verliert nicht von seiner Popularität, dieses ist eine der erfrischenden Initiativen für das Wohlbefinden.

- Ja, das ist eine Art Promotionstreffen in dem Sinne, dass die Leitung der Fakultät den Fahrrad fahrenden Studierenden und Mitarbeitern durch Informationen über Unfallschutz, durch die Kontrolle und Erweiterung der Fahrradausrüstungen, und durch kleine Geschenke Hilfe und weitere Motivation leisten möchte. Diesbezüglich ist auch eine neue Initiative gestartet worden, nämlich können die Studierende das Fahrradfahren als Sportkurs belegen und dessen Leistung bescheinigen lassen. Wir streben nach dem Ausbau mehrerer und sicherer Fahrradhalter an den Standorten, da ihre Zahl noch nicht ausreichend ist. Die Frage nach den Fahrradwegen kehrt immer wieder zurück, darüber haben wir mit der Stadtleitung im Frühling Vereinbarungen geführt. Unser Ziel ist es, dass diese Wege die Standorte erreichen, wo es Bildungs- und klinische Tätigkeiten ausgeführt werden. Kleinere Strecken existieren bereits, jedoch brauchen wir weitere Entwicklungen. An der Fakultät haben wir eine kleinere Fahrradfahrer-Arbeitsgruppe aufgestellt, um die bereits erbrachte Leistungen zu überprüfen. Wir haben uns vorgenommen, eine Fahrradtour von Pécs nach Orfű zu organisieren, die wir erneut organisieren müssen, da das Wetter unsere Pläne durchgekreuzt hat, und so konnten wir das Programm nicht gestalten.

- Sie halten die Vorstellung und Unterstützung von künstlerischen Tätigkeiten auch für wichtig.

- Ja, über die Entwicklung dieses Bereiches denke ich immer wieder nach. Ich möchte die Vorstellung von selbstausdruckenden Tätigkeiten der Studierenden und der Mitarbeiter unterstützen, deshalb haben wir den Kreis der Bewerbungen im Thema Kunst und Fotografieren erweitert. „Das Foto des Monats an der Fakultät“ existiert bereits, wie auch das Programm „Die Universität Pécs durch studentische Augen“, wohin die Studierende ihre Kunstwerke zuschicken können. Wir hatten auch eine Bewerbung mit dem Titel „Meine Sommererlebnisse“, also es gibt reichlich Möglichkeiten. Es wäre auch gut, neben den Zeitschriften „Orvoskari Hírmondó“ und „Confabula“ eine weitere Zeitschrift zu erstellen, wo diese Kunstwerke gezeigt werden könnten. Wir planen auch eine Bücherreihe mit dem Titel „Berühmte Ärzte von Pécs“, die die Arbeit von alten ausgezeichneten Kollegen vorstellen würde, und zwar mit Dokumenten, Studien, alte Schriften, Memoiren. So könnte man sie würdig in Erinnerung behalten. Etwas Ähnliches hat auch Pál Schmidt schon erstellt, der in Form von kurzen Studien zwei Bücher über die Arbeit berühmter Pécser Professoren und Chefärzte geschrieben hat. Unsere Idee ist ein bisschen anders, da wir separate Bücher über die einzelnen berühmten Personen schreiben würden. Das erste soll die Tätigkeiten von Professor Camillo Reuter vorstellen, der zwischen den Weltkriegen der Leiter der Klinik für Neurologie und Psychiatrie war, er hat die psychopathologische Zeichnung- und Bildsammlung der Klinik zusammengestellt. Zweimal war er Dekan der Universität, bzw. er was auch bestimmend und maßgebend für die Intellektuellen in Pécs. Im engen Sinne würden diese Arbeiten berufliche Wichtigkeit haben, aber darüber hinaus könnten sie als gesellschaftliche und historische Altersbeschreibungen fungieren, also sie wären in mehreren Sinnen wertvoll.

- In der Gestaltung und Modifizierung des äußeren Umfeldes in Bezug auf die Räumlichkeiten und Dienststellen der Fakultät haben Sie auch eine koordinierende Rolle. Durch die Fertigstellung des neuen theoretischen Bildungsgebäudes wird diese noch ersichtlicher, da die gemeinsam benutzten Räumlichkeiten und gastronomische Möglichkeiten erweitert werden.  

- An den diesbezüglichen Vereinbarungen laufe ich nur unserem Herrn Dekan nach, da es eins seiner Lieblingsbereiche ist, den er am Herzen trägt (er lächelt – Verfasserin). Im Moment haben wir nur ein kleines Restaurant im Untergeschoss des Instituts für Verhaltenswissenschaften und die Imbisse funktionieren auch mit den alten Besitzern. Im neuen Gebäude möchten wir so ein Restaurant gestalten, das gesunde Ernährung vor Augen hält, eine große Auswahl anbietet, damit unsere Studierende aus aller Welt ihr Lieblingsessen finden können. Neben der ungarischen Küche m9chten wir auch die Speisen von anderen Ländern anbieten. Darüber hinaus ist es uns auch wichtig, dass spezielle Bedürfnisse wie zum Beispiel die von den Vegetariern, Veganer und Menschen mit speziellen Diäten befriedigt werden.

- Die Erscheinung des Emeritus Klubs ist eine Neuigkeit an der Fakultät.

- Die Initiative lag bei unserem Herrn Dekan und bei Professorin Dr. Zsuzsanna Füzesi. Die Funktion des Klubs ist es, dass sich die Emeritusprofessoren 2-3 Mal im Jahr zu einem Essen treffen und währenddessen werden sie über die Neuigkeiten und Pläne der Fakultät im Rahmen eines Dekanatsberichts informiert. Dazu werden auch wissenschaftliche Vorträge in einem von vielen interessierenden Thema gehalten. Sinn der Sache ist das freundliche und lockere Zusammensein, wo sich die Teilnehmer über die Vergangenheit, über gemeinsame Erlebnisse, über Familie oder über die letzten wissenschaftlichen Ergebnisse unterhalten können, da es eine geistig hervorragende Gesellschaft ist. Die Leitung wurde vom Professoren Dr. Emil Fischer übernommen, er macht es mit großem Enthusiasmus, Zuneigung, und Acht. Es ist wichtig, hervorzuheben, dass der Klub kein Rivale von der Lehrerkörperschaft ist, da es an der letzteren auch jüngere Kollegen und Direktoren teilnehmen, und das Programm derer schließt sich auch näher den Aktualitäten und unseren tagtäglichen Tätigkeiten an. Die Arbeit der Lehrerkörperschaft wird vom Professor Dr. Tamás Dóczi geleitet.

- Es ist wichtig, dass wir gemeinsame Feierlichkeiten haben, die die Gestaltung der Gemeinschaft, die Verstärkung der Zusammengehörigkeit und die Teilnahme an gemeinsamen Erlebnisse erzielt und unterstützt. In diesem Bereich wurden auch neue Elemente initiiert.  

- Eine neue Veranstaltung ist die Breakfast Party für die fast 100 Mitarbeiter des Dekanats. Diese bedeutet ein gemeinsames Frühstück in der Nähe von Weihnachten, wo man informell das Jahr bewerten kann, man kann über die Erfahrungen und Pläne sprechen, und die Leitung des Dekanats kann sich für die im Jahr geleistete Arbeit bedanken. Wir als Leiter der Fakultät könnten nicht erfolgreich werden, wenn dieses Team nicht hinter uns steht und den Großteil der Arbeit macht, also wir sind denen überaus dankbar. Der Klub der Sekretärinnen ist auch eine neue Initiative, wo nicht nur Sekretärinnen, sondern auch alle administrative Mitarbeiter der Institute teilnehmen können. Diese wird von der Leiterin des Dekanats, Zsuzsanna Varga organisiert. Die ersten Treffen haben auf großes Interesse getroffen und sie sind auch in guter Stimmung ausgeführt worden.

- Welche Aufgaben haben Sie im Rahmen der internationalen Beziehungen?

- Dieser Bereich trägt eine schwerwiegende Rolle an der Universität und auch in der Leitung des Dekanats, also in diesem bin ich nur eine zuständige Person. Jahre lang wurde die Kommission für Internationale Beziehungen vom Professor Dr- Gábor Menyhei geleitet, vor kurzem sind diese Aufgaben vom Professor Dr. András Büki übernommen worden. Diese Kommission und das dazu gehörende Büro koordinieren die internationalen Beziehungen in vielen Bereichen. Unter den Plänen ist auch die Entwicklung von gemeinsamen PhD Programmen und Erasmus Programmen zu finden. Neu ist – dank Professorin Dr. Dóra Reglődi, Prodekanin für Wissenschaft und Professor Dr. András Büki – das Visiting Professorship System, im Rahmen dessen ausländische Professoren oder Forscher für einen längeren Zeitraum zum Beispiel für ein paar Monate unsere Fakultät besuchen und hier für ein entsprechendes Honorar unterrichten oder forschen können.

Wir bauen immer mehr Kontakte mit fernen Universitäten auf, vor kurzem haben wir mit drei neuern japanischen und zwei amerikanischen Universitäten Kontakt aufgenommen, und unsere Beziehung zur Universität Buffalo prosperiert seit langem. ich möchte auch zwei psychiatrische Beziehungen erwähnen. Wir haben mit dem Lehrstuhl für Psychiatrie der Universität Würzburg ein gemeinsames Symposium in Pécs in März gehalten und ich war bei denen in Oktober. Der dortige Lehrstuhlleiter ist auch der Prodekan für internationale Beziehungen an der Universität Würzburg, die eine große Rolle im weiteren Kontaktaufbau spielen kann, darüber hinaus, dass die beiden Lehrstühle gemeinsame Forschungen seit über einem Jahr ausführen. Wir freuen uns auch auf den Vortag vom Professor Spitzer von der Universität Ulm, der ein hervorragender Name in der deutschen Psychiatrie ist. Er besucht uns nächsten Frühling und hält einen Vortrag über ein sehr aufregendes Thema. Er wird darüber sprechen, welche Schaden – mit psychiatrischem Bezug - die gleichzeitige parallele Nutzung von verschiedenen modernen informationstechnischen Geräten verursachen kann. Dieses Thema ist auch deshalb interessant, weil es heutzutage noch weit bestritten wird. Dies wird auch ein wichtiges Element in unserem Kontaktausbau sein.

- Die Kontaktpflege mit den akademischen Lehrkrankenhäusern gehört auch unter Ihrem Obhut.  

- Professor Dr. Árpád Bellyi besucht unsere Lehrkrankenhäuser regelmäßig uns manchmal begleiten wir ihn mit unserem Herrn Dekan. Er erkennt mit großem Taktgefühl, was die einzelnen Institute brauchen und er findet auch immer Lösungen für die Hilfeleistung. Die Bildungstätigkeiten der Lehrkrankenhäuser werden vom Prodekan Dr. László Czopf beobachtet, das Ziel ist, dass unsere Lehrkrankenhäuser die Bildung anhand unserer Anforderungen effektiv unterstützen können. Auch in diesem Bereich habe ich hervorragende Hilfe gefunden. In diesem Bezug werden auch Entwicklungen durchgeführt, neue externe Lehrstühle werden gestaltet, im Moment gerade in Győr. Auch der sog. „Hova Tovább“ (Wohin Weiter – die Übersetzerin) Tag ist sehr erfolgreich, er wird seit Jahren veranstaltet. Im Rahmen dieses haben die Lehrkrankenhäuser die Möglichkeit, ihr Angebot an den zukünftigen Assistentärzte vorzustellen. Auch die Leiter der Lehrkrankenhäuser nehmen an dieser Veranstaltung teil, die ihr Institut und ihre Stellenangebote vorstellen können, bzw. sie haben auch die Möglichkeit mit der Leitung der Fakultät zu vereinbaren.

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